Wednesday

TRAVEL // ISLAND - Die Schönheit von Jökulsarlon

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Jökulsarlon in Island // Schönheit pur

Der wohl schönste Ort, den ich bisher sehen durfte. Und ich kann und möchte nicht viele Worte darüber verlieren. Ich bin einfach nur froh, dass ich diese Magie der Gletscherlagune von Jökulsarlon selber erleben durfte. Zweimal. Dort zu stehen und den Namen "Island" komplett in sich aufzunehmen ...

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Saturday

TRAVEL // ISLAND - Per Anhalter zum Gletscher

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Nach unserer Nacht im Schlafcontainer verlassen wir das total regnerische Vík. Am Ortsausgang tropfen zwei Hitchhiker und wir laden sie gerne in unser kleines Marsmobil ein. Die beiden Jungs aus Polen werden uns bis zum Ende des Tages begleiten. Von ihnen kommt der Tipp im Skaftafell Nationalpark auf den Berg zu wandern und auf die große Gletscherzunge hinabzusehen.

Ich bin auf der Fahrt total aufgeregt, da ich schon von der Ferne die Zungen des Gletschers sehen kann. Doch erstmal müssen wir wieder auf meine Lieblingslandschaft Islands: Die Moosfelder auf den Tuffsteinen sind einfach zu drollig. Die beiden Jungs aus Polen verraten uns nicht nur, dass sie streng katholisch sind und sogar schon mehrfach bis zum Vatikan per Anhalter gereist sind. Sie wissen auch, dass das Moos einen trockensaugt. Also flauschen wir uns alle mit unseren regennassen Klamotten auf die weichen Kissen. Ob es funktioniert, das wissen nur die Elfen.

Vom Infopunkt am Skaftafellgletscher aus wandern wir über die nebenliegende Bergkuppe. Es ist inzwischen sehr sonnig und warm geworden. Den Berg hinauf führt ein Pfad. Auf dem Weg kommen wir an zwei Wasserfällen vorbei. Der Skaftafell-Wasserfall ist der bekannteste. Von einem Halbrund aus Basaltsäulen rauscht das Wasser herab. Die Fotografen stehen aufgereiht mit Stativen und machen wunderschöne HDR-Bilder.

Also klettern wir weiter hinauf. Die kleinen Bäume verschwinden, werden zu hutzeligen Büschen und kleinen Sträuchern. Am Ende sieht man deutlich die Grenze der Vegetation. Ab jetzt nur noch Moos und Flechten. Wir überwinden die Bergkuppe und vor uns öffnet sich der Blick hinunter auf die Gletscherzunge. Sie transportiert etliches an Gestein, Geröll und auch viel Lavestaub. Der berühmte Eyjafjallajökull (inzwischen kann ich ihn auch ohne nachgooglen richtig schreiben) hat mit seinem Ausbruch auf dem Eis ne Menge Asche hinterlassen.

Auf einem Felsvorsprung haben wir das panoramischste Picknick, dass man sich vorstellen kann.
Wir begegnen auf unserer Reise noch einem weiteren Gletscherzauber. Dazu dann mehr im kommenden Beitrag...


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Thursday

ISLAND // TRAVEL - Hinter dem Wasserfall

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Wir sind nach dem Ausflug in das Hochland des Pjorsafluß wieder auf dieser Erde angekommen. Und wir landen mit unserem kleinen weißen Leihufo wieder auf der Ringstraße N°1. Dort setzen wir ebenso wie viele andere Touristen und Reisende unseren kleinen Rodatrip fort. Es wird langsam Nachmittag und wir steuern unser Ziel Vík an.

Auf dem Weg dorthin biegen wir beim Seljalandsfoss ab. Dieser wunderschöne Wasserfall liegt nicht weit von der Hauptstraße und ist daher ein beliebtes Reiseziel von Tourbussen. Im Sonnnenschein glitzert das Wasser und ein Regenbogen entsteht im aufsteigenden Wassernebel. Wir können über den Wasserfall zwar staunen und laufen auch den nassen Weg hinter dem Wasserfall herum. Dennoch ist es zu trubelig und die ganzen anderen Besucher in ihren perfekten Trekkingklamotten stören das Bild irgendwie sehr.

Wir suchen entlang der Ringstraße weiter nach abgelegenen Naturspektakeln und folgen kurz bevor wir die Anhöhe in vor Vík erklimmen die felsige Steilküste. An der Straße zeigen Straßenschilder mit einem bestimmten Zeichen spontanen Reisenden immer den passenden Abzweig für Naturspektakel an. Wir stehen also auf einer schwarzen Klippe, die hart umkämpft wird vom Meer und dem Wind. Oben auf der Felsnase kommt man sich einmal mehr wie ein winziges Würmchen auf diesem Planeten vor. Mit einer kräftigeren Böe wäre man so einfach von dieser Welt gefegt und all diese nichtigen Probleme mit denen man sich meint befassen zu müssen in ihrer Unbedeutsamkeit beendet... Am Horizont mahnt die Steilküste des Fischerdörfchens Vík mit ihren aufragenden Felsen und Klippen.

Wir lassen uns ordentlich die Köpfe durchwedeln und den Regen ins Gesicht peitschen bevor wir unter Schwerstarbeit die Autotüren aufpressen können und uns hineinretten können. Stillschweigend fahren wir weiter. Durch die dunkler werdende Landschaft und die bedrohlichen Regenwolken, die vom Meer über das Land gefegt werden, grübeln wir weiter. In Vík suchen wir die Touristinformation auf um uns eine Übernachtung zu finden. Alles ist entweder zu teuer oder schon ausgebucht. Deswegen fahren wir ein kleines Stück zurück auf der anderen Seite des steilen Berges liegt der Hof von Björn und seiner Familie. Dort finden wir in einem "Sleepingbagcontainer" eine Unterkunft. Das ist wirklich nicht mehr als ein Container, den man so von Baustellen kennt. Darin stehen vier Betten, wir bringen unsere eigenen Schlafsäcke mit. Später werden in dem Container mit unserem Einverständnis noch zwei Holländer einquartiert, die sich verfahren hatten und im Sturm ihr Zelt nicht aufbauen konnten und generell auch mächtig verpeilt unterwegs zu sein scheinen. Eva und ich genießen jedoch ihre Unterhaltung.

Björns Vater gehört der Hof nebenan und sie haben unterhalb des Hofes ein Fertigteilhaus mit drei Schlafcontainern errichtet. Die Unterkunft findet man unter Guesthouse Reynir. Vík ist grausam unspektakulär und brilliert nur damit, in Island der regenreichste Ort zu sein. Der einzige Vorteil ist, dass es etwa eine Tagesreise von Reykjavík entfernt liegt und vom Tourismus belebt wird. Björn ist recht cool, hat nen Ohring auf einer Seite und verkündet mit trockenem Sarkasmus, dass der Bárðarbunga Vulkan noch immer nicht ausgebrochen ist. Die Isländer scheinen die Vulkane zu lieben. Mit einem gewissen Zynismus freuen sie sich, dass endlich mal etwas los ist auf der Insel.

Wir kochen in der Küche eine Monsterportion Pasta mit Tomatensoße, die wir am nächsten Tag zum Frühstück aufessen können. In der Gemeisnchaftsküche lernen wir noch den "Waschti" kennen. Mit diesem komischen Namen spricht ihn auch nur seine Ur-Bayrische Mutter an, mit der er und seine Schwester auf Reisen sind. Wir sehen nach dem ganzen Sturm und Regen heute ein dramatisches Glimmen der untergehenden Sonne und verkriechen uns in unseren Container zum Schlafen.


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