Wednesday

FASHION WEEK // Holy Ghost

Fashion Week Berlin mit Holy Ghost Spring/Summer 2016
// HOLY GHOST - kniffliges Licht wird am Ende zu unglaublich toller Stimmung
Off-Site. Das klingt viel weniger glamourös, als das Zelt am Brandenburger Tor. Aber man soll sich davon niemals verwirren lassen. Wie die gelungene Show von Holy Ghost bewies. So bietet eine Show in einer individuellen Location den Designern die einmalige Chance auch das Ambiente und das Drumherum ihrer Kollektion anzupassen. So ist es dem Münchner Label Holy Ghost erneut gelungen einen Abend zu gestalten, der sicherlich in aller Munde bleiben wird. Über die gezeigten Designs und ihre Innovation kann man sicherlich diskutieren. Eine ausführliche Schauenkritik hat mein Kollege Moritz hier verfasst. Aber hier soll der Fokus auf die Arbeit als Fotografin liegen: Der Laufsteg über dem Pool, am Ende die weißen Zelte und der dunkle Abendhimmel in der Open-Air-Location Haubentaucher in Friedrichshain boten eine gelungene Kulisse. Das stellte jedoch die Fotografen am Ende des Pools schon vor einige Herausforderungen.

Die Beleuchtung war sehr ungewöhnlich. Mittels eines großen runden Spotlights wurden die Models an diesem Abend ausgeleuchtet. Da das Licht von einer Empore von einem Lichtmann geführt wurde, kam es immer mal zu Unregelmäßigkeiten. Man sieht bei einigen Bildern deutlich, dass der Oberkörper und die Beine der Models sehr unterschiedlich hell ausgeleuchtet worden sind. Und das brachte zunächst einige der Kollegen zünftig zum Fluchen. Das Licht war auf den Gesichtern der Models oft zu hell; die Einstellungen mussten mit jedem Schritt der Models angepasst werden. Wie ich auch bei den anderen Fotografen anhand des Ächzens hörte, war ein Ausschuss von circa 80 Prozent bei den Fotos normal. Allerdings war der Reste der Bilder extrem stimmungsvoll. Die angestrahlten Models gegen das dunkle Blau des Himmels, die Barfuß über die orientalischen Teppiche liefen. Weite, helle Kleider umspielten die Models im Wind - all das komplettierte des Flair wie aus Tausendundeinernacht. Da macht das Fotografieren bei einer Modenschau auch wieder richtig Spaß, denn es ist nicht ein cleanes Abarbeiten, sondern eine knobelige Aufgabe, in die man sich sehr schnell reinfinden muss. Am Ende wird man dann mit solchen einmaligen Bildern belohnt.

Wie findet ihr die Bilder von der Show? Habt ihr auch schonmal mit einer schier unmöglichen Lichtsituation gekämpft und wurdet dann doch belohnt mit tollen Bildern?


Fashion Week Berlin Holy Ghost im Haubentaucher Marokko mit Holy Ghost auf der Fashion Week Berlin im Haubentaucher Holy Ghost Fashion Defilé im Pool MBFWB (C)Lisa Johanna Thiele - Tausendundeine Nacht Holy Ghost Holy Ghost Modenschau in Berlin Modenschau von Holy Ghost im Haubentaucher zur Fashion Week Berlin Holy Ghost Runway Show großes Finale in Berlin Sängerin Balbina nach der Holy Ghost Show zur MBFWB -

Tuesday

FASHION WEEK // Ivanman & Brachmann

IVANMAN Finale auf der Stage der Mercedes Benz Fashion Week
// IVANMAN // Finale des Defilé auf der Mercedes Benz Fashion Week Stage
Ganz andere Herausforderungen erwarten einen als Fotograf bei einem klassischen Defilé einer Modenschau. Denn die Fotografen haben alle einen zugewiesenen Platz am Ende des Catwalks - dem sogenannten Media Riser. Auf dieser kleinen Fläche müssen sich die Konkurrenten nun auch noch irgendwie arrangieren. Im Zentrum und damit auf den besten Plätzen sind bei der Fashion Week Berlin immer die Fotografen und Videografen der Agenturen wie Getty oder für IMG selber oder eben das sogenannte House positioniert. Um einen guten Platz zu bekommen muss man nicht selten rechtzeitig vor Ort sein und seinen Space entweder abkleben, oder einfach beherzt blockieren. Ich denke, dass die Bedingungen in Berlin noch recht human sind im Vergleich zu anderen Städten wie zum Beispiel Paris

Am besten fährt man übrigens mit der Strategie nett und aufgeschlossen zu allen zu sein, denn dann hockt einem auch niemand so unangenehm im Nacken, wie nah es dann eben doch mal auf dem Riser zugeht. Außerdem habe ich viele Dinge einfach durch Beobachten und Nachfragen von anderen Fotografen bei der Arbeit gelernt. Also nicht schüchtern sein und vorallem das Gespräch eröffnen. Dann nehmen einen die ganzen Männer als weibliche Fotografin auch ein bisschen ernster und fühlen sich seltener dazu berufen sich einfach über einen hinwegzusetzen oder einen zur Seite zu drängeln.

Für eine Show gibt es neben den Bildern von den Models mit den aktuellen Pieces ein paar Musts: Der Schlusswalk und ein Bild vom Designer. Der Schlusslauf mit der Perspektive nach hinten ist für styleranking zum Beispiel ein beliebtes Bild für die Teaser der Bildergalerien. Für das Finale ist auch die Position an der Seite die einzige mit Vorteil.

Habt ihr bereits Erfahrungen auf dem Media Riser machen können? Findet ihr diese kleinen Erzählungen aus dem Nähkästchen interessant? Ich bin auf eure Kommentare gespannt.

IVANMAN SS16
// IVANMAN haut die Farben raus

Mercedes Benz Fashion Week Berlin 2015
// Finale der IVANMAN Schau auf der Stage


William Fan Kollektion auf der Mercedes Benz Fashion Week Berlin
// WILLIAM FAN


Männermode von Brachmann auf der Berlin Fashion Week
// BRACHMANN Männerkollektion


Mercedes Benz Fashion Week Men Fashion von Brachmann
// BRACHMANN


Mercedes Benz Fashion Week Stage in Berlin zeigt Männermode

//BRACHMANN Finale

 -

Monday

FASHION WEEK // Whitetail Stage Show


 // Whitetail auf der Mercedes Benz Fashion Week Berlin

Fotografieren auf der Fashion Week, bringt einen zu unglaublich tollen Motiven. Die Lichtsituation ist immer spannend oder zumindestens sehr professionell installiert. Die Models vor der Linse sind ebenfalls Profis und wissen sich zu bewegen und die Kleidung in Szene zu setzen.
Am besten eignen sich Stage-Shows bei der Mercedes Benz Fashion Week in Berlin um die Situation in aller Ruhe einzufangen und spannungsvolle Bilder zu machen. Bei Runway-Shows geht alles furchtbar schnell und die guten - heißt zentralen Plätze - auf dem Media Riser sind zumeist schon von den großen Agenturen besetzt. Bei der Stagepräsentation des Labels Whitetail waren die Models sehr lässig gestyled, durften ab und an lächeln und spielten mit den intensiven Blicken in die Linsen der Fotografen.
Noch weitere Fotos der Stagepräsentation findet ihr bei styleranking in der Galerie.


-

Sunday

HOME // Vintage Apothekergläser


// Alte Apothekergläser als Vasen


I
hr habt sie auf meinem Blog bereits einmal gesehen - die alten Apothekergläser mit den schwarzen Bakkelitdeckeln. In einem Trödelladen hier in Moabit habe ich einen ganzen Korb voll von ihnen für einen unglaublichen Schnäppchenpreis geschossen. Seitdem freue ich mich Linsen, Müsli und Kaffeebohnen gut geschützt aufbewahren zu können. Aber in letzte Zeit entdecke ich auch, wie gut sie als Vasen funktionieren. Blumen statt Hirse und der Sonntag wird noch gemütlicher :)



-

Tuesday

PHOTO // The Live I wish I was living


// Freundschaft

Ryan McGinleys Bilder sind unserer Generation nur zugut bekannt. Die Träume von Freiheit, Jugend und Liebe. Ein Zitat von ihm über seine aktuellen Arbeiten ist mir hängengeblieben:
“My photographs are a celebration of life, fun and the beautiful. They are a world that doesn’t exist. A fantasy. Freedom is real. There are no rules. The life I wish I was living”
Beim Betrachten meiner aktuellen Bilder brauche ich nicht von einer idealisierten Version meines Lebens zu träumen. Ich brauche keine Models mit denen ich durchs Land reise und Szenen kreiiere. Ich bin stattdessen mittendrin und das Gefühl ist viel besser als jedes Traumbild. Es sind Menschen, die ich hier in Berlin kennenlernte, als ich aus einer anderen Stadt kam, alles hinter mir ließ und wirklich von null begann. Es sind keine Models, es sind echte Menschen. Eine große bunte Meute, die aufeinander achtet, sich nahe ist und sich jede Saison inniger zu lieben lernt. So I live the live I wish I was living!



-