Friday

the pains of being pure at heart

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wohlklingende namen

am 06.08.2009 für 12 euro in der NATO in leipzig im konzert. beginn war so circa 21uhr. bereits zu früherer stunde füllte sich die NATO selber, der radweg und der fußweg vor dem kino mit den üblichen verdächtigen hipsterkiddies und ihren kleinen fans. die NATO selber sei an dieser stelle als ein angenehmer konzertsaal zu nennen; die größe ist passend, es wird nicht geraucht und es gibt ein paar wenige sitzgelegenheiten.

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schweißnasse karohemden und gitarrenopfer

als support durfte ich nun zum dritten mal in den genuss der shandy mandies kommen. wie ich finde eine sehr angenehme art des rock'n'roll und einfach eine gesundes maß an ernsthaftigkeit und begeisterung. kurzum: ich mag die mandies sehr. ich erinnere mich noch, das erste mal sah ich sie in ILSES ERIKA. ich war der einladung dahin nur sehr unwillig gefolgt, denn dieser club zeichnet sich durch eine gewisse nicht zu leugnende endzeitstimmung und ganz schlechte technische ausstattung aus. daher sind dort konzerte einfach immer ungenießbar. damals haben mich die shandy mandies echt vom hocker gehauen, denn sie hatten die miese technik und die niedrige deckenhöhe voll im griff. die begeisterung konnte vor dem publikum keinen halt machen.
jetzt am donnerstag war diese begeisterung nun wieder etwas gedämpft, weil die besagten hipsterkiddies alle auf ihre idole warteten und sich dieses warten auch anmerken ließen. die vier jungs meisterten das sicher und lieferten eine gute show, massiv verschwitzte karohemden und opferten dem abend mit viel schwung und splatter eine gitarre. die leichenteile dieser wurden am ende des abends dann von fans versorgt.
nach einer raucher- und lüftungspause (gefühlte 36 grad celsius) traten the pains of being pure at heart auf die bühne. fünf nerdige teenager aus new york, darunter eine keyboarderin und vier jungs an den restlichen instrumenten. ich begann mich nach einer weile ernsthaft zu fragen, wofür drei jungs mit saiteninstrumenten auf der bühne standen und bei welchem gottverdammten lied wir jetzt überhaupt waren. alles - selbst die simplen akkordfolgen und der beharrliche rhythmus des drummers - bildeten einen belanglosen einheitsbrei. ich ärgerte mich mal wieder, einer band die "der neue heiße scheiß ist" in die falle gelaufen zu sein. die lieder waren für mich eher nichtssagend, die x-beinige haltung des sängers und das behäbige einfinger-kunstsück der keyboarderin brachten auch einfach keine abwechslung in das (schau)spiel der fünf hipsterkids da vorne. mein blick schweifte durch den raum und blickte in moderat wippende und verklärt glänzende pop-fan-augen...
ich bin dann raus und hab mich der bar gewidmet, meine gedanken gesammelt und gewartet bis der hype vorbei war.

the pains of being mediocre

ich frage mich nun, was man eigentlich erwartet - was ich eigentlich erwartet habe. offenkundig ist nach authentizität und kritischer einschätzung musikalischer leistungen im pop-genre nicht zu fahnden - zumindest mit sehr geringer erfolgsquote. aber ich mag es einfach nicht, wenn die leute beim singen mit ihrem linken arm das mikrophon umfassen und der andere schüchtern auf dem oberschenkel baumelt. ich mag es nicht, wenn der sänger sich leicht in den knien beugt und den rücken rund macht und mit geschlossenen augen singt. ich mag es nicht, wenn der bassist wie einem mantra folgend im takt immer nur mit seinem oberkörper von liks nach rechts schwingt und dabei über die leute hinweg an die gegenüberliegende wand schaut.
vielmehr mag ich es, wenn das was die leute machen, nach etwas eigenem ausieht und klingt. also vielleicht ist es beim besuch von popkonzerten einfach utopisch, solche träume zu haben. "man ist authentisch, oder man ist es nicht" (sartre).

12 comments:

  1. Amen! Ich stime in allen Punkten zu und hätte es nicht besser sagen können. Denn auch ich widmete mich ausgiebig der Bar, anstatt mir das fünfte gleichklingende Lied des neusten "heißen Scheißes" anzuhören.

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  2. So eigen ist das was die Shandy Mandies machen aber auch nicht, 60s Rock halt. Also alles schonmal dagewesen und ab dem fünften Lied hatte ich das Gefühl alles geht von vorne los. Machen bis zu einem gewissen Grade Spaß, aber gestern fand ich es schon etwas übertrieben lang, und die Ansagen sowie die Sängerknaben peinlich. Vielleicht habe ich sie auch nur schon zu oft gesehen. No offense!

    Da fand ich The Pains Of Being Pure At Heart schon noch authentischer, technisch versierter und wesentlich unpretentiöser. Der "Einheitsbrei" ist denke ich durchaus gewollt, immerhin orientieren sie sich unter anderem an My Bloody Valentine und anderen Shoegazer Bands, dafür ist das dann eigentlich typisch. Aber das ist dann wohl Geschmackssache.

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  3. beim ersten anhören..fast ein bisschen shoegaze. ..fast.

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  4. Die Sängerknaben sind in der Tat recht peinlich. Ebenso wie Ollis Ausraster, die sich ja nun auf die Band übertragen zu scheinen. Schade.

    Die Ansagen fand ich auch nicht übertoll, aber gut, was soll man machen, wenn die Saite reißt. :)

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  5. great photos. seems great there.





    CHICMUSE

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  6. Anonymous8/08/2009

    so schlimm fand ich das nun nicht. aber die mandies, die da in bester psr-manier drauflosrockten, die waren schon eher zum bier-holen.

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  7. ...also,wenn jemand seine gitarre zerkloppt, dann weiss ich ganz ehrlich gesagt nicht, was daran prätentiös sein soll. oder war das etwa eine fake plastegitarre?

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  8. Anonymous8/08/2009

    psr - privater sächsischer rundfunk. war nur so.. als gedankenstrich.

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  9. @daytripper was an gitarren zerkloppen prätentious ist?!... naja macht man halt so als echter rockstar, haben the who ja(aus wut über einen kaputten verstärker) vorgemacht und seit dem hunderte nachgemacht. sind ja alle wütende junge männer (und frauen, obwohl mir da jetzt nicht bekannt ist wie diese zum gitarren zertrümmern stehen, müsste man sich mal informieren) diese rockstars. find ich generell einfach unangemessen und peinlich weil komplett unnötig. aber da kann sich ja jeder seine eigene meinung drüber bilden.

    @denkenfetzt aber wie oft ist denn die seite gerissen? nach jedem lied?

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  10. guckguck8/09/2009

    @anonym: geil, in psr-manier drauflosrocken. fand auch das die arg nach phudys, karat und co. tönten...

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  11. Anonymous8/12/2009

    ktinka: "peinlich weil komplett unnötig" hä?

    dann sind deine kommentare hier aber auch peinlich, weil komplett unnötig. und prätentiös (also ich kannte das wort nicht) bist DU

    wiktionary:
    hochnäsige Ausdrucksweise in Schrift und/oder Sprache von Personen, die durch Fremdwort-überladene, gestelzte Wortwahl ohne entsprechendes Hintergrundwissen den Eindruck eines Experten vermitteln wollen.

    guckguck: dein subjektives empfinden möcht ich nicht geschenkt haben.

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