Monday

zur wiederkehr der landschaft

im Gespräch: Klaus Staeck, Alex S. MacLean, Ai Weiwei

Sehr positiv überrascht war ich, zu sehen in welchem Maße sich die Akademie der Künste den raumbezogenen Disziplinen widmet. Die aktuellen Ausstellung "Die Wiederkehr der Landschaft" im Gebäude der Akademie im Hanseatenweg widmet sich den Themen Landschaft, Architektur und Raumplanung. Am Samstag den 13.03.2010, einen Tag nach Eröffnung wurde zum 33. Akademiegespräch geladen. Zum Thema "Das Klima und die Künstler" präsentierten sich drei Künstler, deren Konzepte und Herangehensweisen unterschiedlicher nicht sein konnten.


Klaus Staeck ist seit den 1970er Jahren in Deutschland als Plakatkünstler aktiv. Dabei endeten seine provokativen Aktionen nicht selten in Rechtsstreits. Mit Witz und Sarkasmus versucht er mit seinen Arbeiten auf die zunehmenden Bedrohungen der Umwelt aufmerksam zu machen. Anschließend stellte sich Alex S. MacLean vor. Er verbindet in seiner Arbeit drei Professionen als Architekt, Pilot und Photograph. In seinem aktuellen Projekt vergleicht er mittels eindrucksvoller Luftaufnahmen die bauliche Entwicklung von Venedig und Las Vegas. Ich selber habe schon in vergangenem Winter mit dem Erwerb seines Bildbands "Over" geliebäugelt und kann diesen nach dem Besuch der Ausstellung empfehlen. Am 22. April 2010 wird MacLean einen ausführlicheren Vortrag zur "Kultur der Landschaft" halten.
Der dritte in der Gesprächsrunde war der Konzeptkünstler Ai Weiwei. Im münchener Haus der Kunst zeigte Weiwei bis Januar diesen Jahres die Ausstellung "So Sorry". Im Fokus seiner Arbeiten stehen vielmehr Themen der Menschenrechte - daher fiel es im Rahmen dieses Akademiegesprächs schwer eine angeregte Diskussion zur Verbindung Kunst und Klima zu schaffen. Das Gespräch selber verlief daher etwas zäh und zwischen den Künstlern gab leider es kaum kontroversen Austausch.


Anschließend konnten wir einen Blick in die aktuelle Ausstellung "Die Wiederkehr der Landschaft" werfen. Neben den Fotografien von Alex S. MacLean werden beispielhafte internationale Raumplanungsprojekte vorgestellt und jüngere innovative Kunstformen zum Thema Landschaft. Mich hat das Storyboard zu einer Geschichte rund um die berliner U- und S-Bahn fasziniert. Nur mit einem schwarzen Kuli gelang es dem Künstler (leider habe ich mir den Namen nicht notiert) treffend die unverkennbaren Szenen aus unzähligen Fahrten festzuhalten - direkt auf den Tickets! Alles in allem empfehle ich die Ausstellung zu besuchen und sich für einen neuen Umgang mit der Landschaft anregen zu lassen. Und bitte sagt mir, wie der Künstler mit den S-Bahnticket-Kunstwerken heißt ;-)



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2 comments:

  1. danke für den tollen ausstellungstipp! ich weiß schon mit wem ich da hin gehen kann. und wenn ich da war, lasse ich dich den namen des künstlers wissen. ;)

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  2. Das klingt doch sehr gut. Schaff es diese Woche zwar wahrscheinlich nicht mehr, aber so wie es aussieht, zieh ich demnächst sowieso nach big B., da sollte sich mal ein Tag für den Besuch der Ausstellung finden lassen.

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