Thursday

blogger im eigenen saft

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In den Bildern seht ihr: katja, bryanboy, mary, dustin, kathrynsky, dotti, anna und sue
die Bilder könnt ihr gerne verwenden, mit einem Link zur Quelle

Ich habe mich sehr gefreut, mir ein Zeitfenster für das get-together schaffen zu können. Zum Glück konnten wir uns einen Platz beim Ventilator ergattern und somit in dem aufgeheizten Raum durchstehen.
So wie es in letzter Zeit viele neue Blogs gibt, konnte man viele neue Gesichter beim Treffen sehen. Auch wenn neben einigen Diskussionsthemen Zeit zu netzwerken war, ließen sich nicht alle Blogger kennen lernen. Über die neuen und alten Bekanntschaften freue ich mich. Ich wurde angeregt neue Blogs zu verfolgen und alte Blogs mal wieder zu besuchen.
Die Themen die besprochen wurden, waren nicht weltbewegend. Vielmehr drückte sich darin das ewig zirkulierende Reflektieren der Blogger über Blogger selber aus. Neben dem Schweiß, standen die Blogger wiedermal in ihrem eigenen Saft und kamen in den Diskussionen nicht über ihren Modetellerrand hinaus. Mary hat nach eine kurzen Einleitung die einzelnen Fragen zwar interessant zu lenken versucht, jedoch kam es seitens der Anwesenden kaum zu neuen Anmerkungen.
Warum Julia überhaupt anwesend war, konnte niemand verstehen. Zur Diskussion hat sie nichts beigetragen und auch kein Wort gesagt um sich vorzustellen. Vielleicht hatte sie eine Erkältung... Soweit ich weiß, wurden andere Blogs abgelehnt zur Veranstaltung zu kommen, mit der Begründung, dass keine Corporate-Blogs erwünscht wären. Meiner Meinung nach, hätte der Raum fast leer sein müssen, hätte man sich an diese Regelung gehalten :-)
Zwei weitere Dinge sind mir aufgefallen, die ich sehr bedenklich finde und daher nochmals zur Diskussion stellen möchte:
In der Diskussion, ob man mittels eines Blogs vorsätzlich erfolgreich werden könnte, führte Mauri das Beispiel von LesMads an. Seiner Meinung nach (ich paraphrasiere frei), sei es ein einzigartiges Phänomen, dass die beiden Mädels einfach angefangen hätten mit dem Bloggen und weil der Blog so gut lief Burda auf sie aufmerksam geworden wäre. Die Infos die Mauri in die Runde geworfen hat, stimmen so leider nicht! Julia wurde gezielt von Burda gefragt einen Corporate Blog zu führen. Daraufhin suchte und fand sie über studivz Jessie - ihre zukünftige Bloggerkollegin. Ich war sehr verwundert und fühlte mich etwas verarscht, dass Julia diese offensichtliche Fehlinformation nicht korrigiert hat! Will Burda, die Unklarheiten über die Entstehung ihres Vorzeigeblogs nicht wirklich beseitigen? Profitiert das Image von LesMads von diesem ewigen "Missverständnis"? Wird befürchtet, dass die Akzeptanz für den Blog weiter abnähme?

Eine weitere Begebenheit stimmte mich ebenfalls nachdenklich. Später im Gespräch mit einzelnen Bloggerinnen, schnappte ich kurze Statements zum Thema Kritik auf. "Am besten nicht kritisieren." "Seine Meinung sollte man besser für sich behalten." "...sonst geht es einem so wie dir". Ich bin nun wirklich besorgt, ob ich verlernt habe Ironie herauszuhören, oder ob sich diese Ansichten tatsächlich unter jüngeren Bloggern breitmachen. Wieso scheint ein Blog, der ohne Ecken und Kanten läuft "bekömmlicher"? Muss man die Klappe halten um nicht ausgeschlossen zu werden? Steht jeder Blogger nur für sich selber da und muss sich über jedes Fitzelchen Anerkennung von anderen Bloggern erkenntlich zeigen?

Bitte lasst uns vom Bloggertreffen, den gemeinsamen Gesprächsansatz zu generellen Themen und das offene Gespräch mitnehmen in die virtuelle Welt.

21 comments:

  1. den zweiten teil seh ich so wie du.
    den ersten nicht. deswegen meine meinung.
    mary und julia haben das zusammen organisiert. wer weiß welche arbeit von wem im vorraus gemacht wurde....
    ich hab mich nett mit ihr unterhalten - reicht das als anwesendheitsgrund? ;)
    empfindest du es als ein "absichtliches hinters licht führen" oder so wie ich eher als leidiges und ausgelutschtes thema. wenn sich jemand mal informiert, wird er genug berichte dazu finden. tut er das nicht, kann er auch nur die bild zeitung lesen.

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  2. Ich glaube, die Entwicklung in Richtung vollkommener Ausklammerung negativer Kritik ist in der gesamten Gesellschaft ein Problem. Das ist doch nicht nur bei Themen wie INternet und Blogging zu erkennen, sondern auch insgesamt. Ich finde das traurig, vor allem, weil dadurch natürlich negative/ konstruktive Kritik auch immer ungewohnter wird. Das empfinde ich als schwierig und als Problem.

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  3. (@natascha)ich stimme dir zu. an diesem beispiel zeigt sich sehr schön, wie gesellschaftliche strukturen im netz reproduziert werden.

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  4. diese diskussion wird großartig.

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  5. ich sehe das ähnlich, wie Kathrynsky. Ich kann mir gut vorstellen, dass Julia das ewige"ich hab Jessie bei StudiVZ gefunden" auf den Keks geht und sie desshalb Mauri nicht verbessert hat. Ich wette auch, dass in 8 Monaten kein Hahn mehr danach kräht, wie und warum und unter welchen Umständen LM entstanden ist. Das war für diejenigen interessant und / oder fragwürdig, die etwa zur selben Zeit angefangen haben zu bloggen, wie die LM-Mädels.
    das Thema wurde lang und breit im Internet diskutiert und mit ein paar einfachen Suchbegriffen spuckt Google dem interessierten Sucher die Lebensgeschichte der beiden aus.
    Warum julia nichts zu der Debatte beigetragen hat, weiß ich nicht, ich war nicht da. Leider.
    Ich hätte gerne Zeit gefunden, um die anwesenden zu treffen. :-(

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  6. Liebe Lisa,

    wiederholt verbreitetest Du (bewusst oder unbewusst) falsche Informationen über mich, Jessie und lesmads.de. Die Entstehungsgeschichte von "Les Mads" ist hier gut und entsprechend der Fakten zusammengefasst:
    http://meedia.de/nc/details-topstory/article/lead-awards--burda-blog-vor-bildblog--co_100027092.html

    Korrigiert habe ich nichts, weil es eben nichts zu korrigieren gab.

    Wir erwarten von Dir, daß Du hier aufgestellten falschen Informationen aus Deinem Artikel löschst und auch in Zukunft nicht weiter verbreitest.

    Gerne hätte ich Dir auch auf dem Bloggermeeting weitere Fragen beantwortet - wenn Du mir welche gestellt hättest.

    Mit besten Grüßen,

    Julia (mit Jessie)

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  7. leider war ich nicht vor ort. kann dir aber in vielen Punkten zustimmen. Ich finde auch Authenzität und Offenheit sowie Kritik sollten viel viel radikaler angesprochen werden, gerade auf solchen Treffen, schon allein, um die jungen Blogger zu schützen. Wenn ich diese ganzen PR-Geschichten auf den ganzen Blogs der 16-Jährigen sehe, dreht sich mir der Magen als Journalistin um. Das ist dann kein Blogger-Journalismus mehr. Ach, an sich einfach ein wahnsinniges schwieriges Thema!

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  8. ich denke, die mangelnde konstruktive kritik liegt vielleicht sogar in der oberflächlichkeit des mediums blog selbst. die meisten (fashion)blogs (und deren vertreter_innen, die dagewesen sein dürften) behandeln einfach keine themen, die zur diskussion anregen. ein outfitpost hier, ein bild vom abendessen da und zwischendurch mal ein musik- oder filmtipp oder die neue kollektion eines beliebigen designers. daran ist auch überhaupt nichts verwerfliches. das hat (meistens) unterhaltungswert, genau wie small talk in diesem ding, das sich "reales leben" nennt. ein (fashion)blog ist doch kaum mehr als eine form von selbstdarstellung, die man unbekannten menschen „in echt“ auch freiwillig zumuten würde, hat also im seltensten falle etwas mit tiefsten inneren gefühlen oder hochphilosophischen fragestellungen zu tun. dafür gibt es ganz andere blogs/medien.
    deswegen würde ich nicht sagen, dass es weder im realen leben noch im internet zu wirklich tiefschürfenden unterhaltungen und konstruktiver kritik kommt. feedback hat halt auch immer was mit dem zu tun, was angeboten wird. und zu sagen "gefällt ist halt einfach leichter als das gegenteil festzustellen und das dann auch noch konstruktiv begründen zu müssen. ich zumindest klicke dann der einfachkeit halber weg.

    zwar würde ich die sache mit lesmads jetzt gern mal konstruktiv kritisieren (man muss das ja üben) aber dafür fehlt mir der einblick in die sache. vielleicht ist mir der blog auch einfach zu belanglos. ein beispiel für schlechten small talk, aber den gibt’s im „real life“ ja auch.

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  9. Die Gedankenansätze in Deinem letzten Absatz gefallen mir sehr gut, ich glaube weil ich sie so konkretisiert noch nirgendwo anders gelesen habe. Die Tendenz "Um Gottes Willen nicht negativ kommentieren" fällt mir sehr beim Lesen auf (dabei finde ich persönlich die Kommentare meist interessanter als einige dazugehörige Posts an sich) interessanter. Negativ kommentiert wird doch fast ausschließlich anonym. Es ist sehr schade, dass eventuell bei vielen derjenigen die Angst davor zu groß ist aus der heilen "Bloggermädchenwelt" ausgeschlossen zu werden. Schade dass der Blogbetreiber dann über GoogleAnalytics erfahren muss, dass sich eine Bloggerfreundin einfach mal umbenannt hat, um ihr einen richtig schönen Seitenhieb zu geben und ihr endlich mal die Meinung zu sagen. Schöne Web2.0-Welt.

    Deine Spekulationen über Les Mads hätten an dieser Stelle nicht genannt werden müssen, vor allen Dingen, wenn es sich um reine Mutmaßungen Deinerseits handelt. Auch nicht "Wird befürchtet, dass die Akzeptanz für den Blog weiter abnähme?" - wo nimmt die Akzeptanz für den Blog denn weiter ab?? Ich glaube der Gewinn des LeadAwards spricht an der Stelle für sich.

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  10. LesMads ist kein Blog. Das ist ein stinknormales, langweiliges Onlinemagazin, das eins auf Blog versucht zu machen.

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  11. kritik ist gut und wichtig. aber nicht, wenn man nur noch seine eigene meinung gelten lässt und immer wieder in die selbe kerbe haut. das führt immer nur zu den gleichen diskussionen und wird irgendwann ungemein öde.

    ich will hier niemanden beschuldigen oder verteidigen. dazu kenne ich mich mit dieser ganzen bloggerszene viel zu wenig aus. ist nur so ein allgemeiner einwurf, der mir zu diesem thema einfiel.

    und ein bisschen muss ich ja schon grinsen, darüber wie wichtig ihr das immer alle nehmt.

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  12. LesMads ist kein Blog, den ich verfolge. Ihre Infos kann man auch sonst wo im Inet erfahren. Aber nun gut, alles hat seine Daseins-Berechtigung.
    Schlimmer finde ich, mit welcher Arroganz und Abgehobenheit inzwischen von "erfolgreichen" Bloggern über andere Blogger gesprochen wird. Schaut man sich aber das "Baby" von Julia und Jessie an (http://feinsinn.blogspot.com/, so kann man nur lachen. Mit welchem Recht erlauben sich solche Damen, über andere zu urteilen? Vorallem wenn man selbst klein angefangen hat, selbst sehr privat berichtet hat, winzige Bilder einstellte, Outfit-Bilder postete, schlechte Bildqualität, Sprachstil gleich Null,... Ernsthaft ich kann diese Damen nicht ernst nehmen. Mögen sie ihren Weg gehen und "berühmt" werden...

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  13. zum thema kritik:
    wer läßt sich schon gerne kritisieren?
    blogger sind ja meist kreative köpfe, und solche können meist kritik noch schlechter vertragen.
    ich steck für meine bilder auch öfter mal kritik ein. vorallem wenn ich mal wieder die grenzen des guten geschmacks überschreite.
    eigentlich freu ich mich drüber weil ich ein bild über das man diskutiert oder streitet besser finde als eins das jeder so ok findet, trotzdem krazt es natürlich manchmal auch am ego. wenn man sein "baby" super findet und dann kritik kommt.
    trotzdem kritik ist wichtig.
    lg.
    dieter

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  14. ich gebe dir in allem recht, vorallem fällt es meiner meinung nach den meisten bloggern schwer mit kritik umzugehen, was schade ist und zum aufhören oder zickenkrieg führt. jedoch sind die meisten einfach noch zu jung.
    die damen von les mads sehen sich einfach als etwas besseres und schweben so hoch, allen voran eine denkt, sie könne sich wohl alles erlauben und über jeden schlecht urteilen.
    naja,wie auch sch***** geld wird^^

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  15. Anonymous7/15/2010

    @Julia: meedia ist ja nicht die allerbeste quelle :-) :-) ich würde mich da auch nicht zu weit vorwagen, denn es gibt jede menge leute, die wissen, wie das damals gelaufen ist mit eurer bloggründung - vielleicht kommt ja mal einer zu eurem bucherscheinen darauf, das zu erzählen... - aber der erfolg gibt euch ja recht. machst du eigentlich noch bei lesmads mit? im modemagazin belrin steht, dass du ausgestiegen bist? oder war ds ein mißverständnis?

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  16. Deborah7/16/2010

    schön, dass du dich als eine von wenigen bloggern traust, die dinge beim namen zu nennen, bzw. berechtigte fragen aufzuwerfen.

    seit ich den lesmads blogs kenne, frage ich mich ernsthaft, warum es in der blogosphäre immer wieder dieselben ermüdenden debatten um die coexistenz von blogs und zeitschriften gibt, jedoch keine debatte über die (mir) doch etwas dürftig erscheinende entstehungsgeschichte vom zugpferd lesmads. dass sich die beiden über studivz kennen gelernt haben kann ich mir gerade noch so vorstellen. aber warum um alles in der welt sollte ein großer verlag wie burda in einen blog zweier ihm völlig unbekannter bloggerinnen investieren? und vielleicht gab es damals bei weitem nicht so viele modeblogs wie heute, aber doch sicher bessere als feinsinn (heiko hebig ist da btw auch als autor gelistet). wie kam der kontakt mit burda/ heiko hebig also zu stande, wenn julia schon hier in den kommentaren abstreitet sie sei damals von burda angeschrieben worden?

    warum wird daraus denn ein so riesiges geheimnis gemacht? und warum hat bislang keiner der anderen "bekannten" bloggerInnen diesen diskurs angestoßen, sondern ergeht sich stets in selbstdarstellerischem "ich war eine(r) der ersten modeblogger deutschlands"-geschwafel? warum das keiner der neueren und jüngeren blogger macht kann ich mir denken: die wollen es sich mit den "großen" nicht verscherzen und hoffen vielleicht auch ein kleines stück vom großen kuchen abzubekommen. beim reigen blog hat man ja sehen können, wie populär ein blog werden kann, wenn er von lesmads gehypt wird.

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  17. Da kennt bestimmt irgendjemand irgendeinen.

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  18. danke für die zusammenfassung und die nette abendunterhaltung!

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  19. da mich das Thema jetzt doch den halben Abend beschäftigt hat, gebe ich meinen Senf auch dazu; eigentl. tangiert mich die Problematik nur am Rande, denn a) kenne ich weder den Hintergrund der Einen noch der Anderen persönlich, b) lese ich beide blogs. Regelmässig und gerne. Meine, nicht rhetorische, Frage: wo liegt das Problem mit Burda?? Meine Beschäftigung mit dem Konzern geht jenseits des Wissens um seine Existenz gegen Null, was ist denn da so schlimm, bei denen? Dass lesmads kein "nach-der-Schule-Hobby"-blog ist, sollte doch nun jeder wissen, aber wo ist das Problem?? Ich frage das ernsthaft. Jedes Printmagazin kann nur mit Werbung existieren, soll nach jedem Post ein Vermerk kommen dass damit der Lebensunterhalt verdient wird? Was ich verstehen will ist warum bei dem erfolgreichsten (wertfrei) dt. Modeblog immer wieder die Entstehungsgeschichte Grund zum Aufregen ist. Und um diesem überlangen Kommentar den Rest zu geben, ich finde wenn Du Julia als einzige unter den Bildern nicht verlinkst, hättest Du sie besser ganz rausgeschnitten, so wirkt es ungewollt kindisch.

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  20. Anonymous7/28/2010

    Sue sieht süß aus. :)

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  21. Ich verstehe einfach nicht warum man das immer wieder sezieren muss.

    Weiß doch jeder wie bei Burda der Hase läuft und warum musst du denn immer wieder Beef mit Menschen anfangen, die du weder kennst und auch kein Issue hast.

    Der einzige mir erdenkliche Grund wäre zu polarisieren.

    Die Puste, die du in Modeblogs steckst, stecke nicht mal ich da rein und ich bin ein Modeblog.

    Die sitzen da und lachen sich schlapp. Spiegeleulchen vesucht wieder zu beefen.

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