Saturday

welk

vernachlässigung - und ich sehe den zimmerpflanzen unberührt beim welken zu. stumme schreie nach aufmerksamkeit und pflege. aber ich bin reglos: physisch, psychisch und rundum aus stein. matte farben, bedeutungsloses gebrabbel wabert um mich herum. freunde sind nur noch unerträgliche weitere lebewesen, die man gießen sollte: all dem trete ich mit ungenügsamer aufmerksamkeit und dünnhäutig entgegen. soziale katastrophe ohne doppelten boden. also dann doch lieber der rückzug um wenigstens ein sicherheitsnetz nicht zu zerstechen.
dort draußen möchte ich nicht sein - will die banalitäten des täglichen treibens nicht von mir abhalten müssen. in mir drin wiegen die dinge so unglaublich schwer. alles andere grient mich mit stigmatisierendem hohn an "du hast verloren"
"total überschätzt, hatte ich mit schlechten karten natürlich zuviel gesetzt" Q
er hält mich für die, die ich vermutlich wirklich bin  - und lässt mich damit allein.
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3 comments:

  1. Liebe Eule,
    ich habe vor sehr kurzer Zeit auch verloren und kann desewegen die schlichte trauer die sich hinter deiner Poesie versteckt nachempfinden. Und genau aus diesen Grund möchgte ich dir sagen: egal wer du vermutlich wirklich bist, lass diese Person nicht mehr leiden, als es vielleicht schon der fall ist. Das ist es nicht wert..
    Ich hoffe du kannst was mit meinen Worten anfangen. Halt durch!

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  2. Das ist so richtig und so gut.

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  3. das sagt so unglaublich genau das was ich in solchen momenten nie in worte fassen kann. ich hoffe es wird besser.

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