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TRAVEL // ROADTRIP - Suche nach Landmannalaugar

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// Island Roadtrip in Richtung Süden. Wir haben die Ringroad verlassen auf der Suche nach Landmannalaugar.

Eva erzählt mir am Abend von einem Land, in das sie unbedingt während unseres Roadtrips reisen will: Landmannalaugar. Klingt so traumhaft. Wir sehen bei unserer Recherche Bilder von bunten, welligen Felsfomationen, die sich über weiteren heißen Flüßen und Quellen in einem saftigen Ldnstrich ziehen. Also wird Landmannalaugar das erste verheißungsvolle Ziel unseres gemeinsamen Roadtrips raus aus Reykjavík.

 Wie das alles so selbstverständlich kam und die Chemie so perfekt stimmen konnte, dass wir uns gemeinsam direkt in die Planung eines kleinen Roadtrips mit dem Mietauto stürzten? Wir stellten das überbaupt nicht in Frage. Aber wir waren uns einig, dass es so unkompliziert nicht einmal mit unseren Liebsten und Nächsten zu erwarten sei. Das gemeinsame Reisen verband uns. Wir erlebte die verzaubernden Abenteuer Islands zusammen. Neben ewigem Geschnatter (hauptsächlich meinerseits), intensiven Austauschs über Liebe und Schicksal schwiegen wir beide mit großen Augen an den Autofenstern vor uns hin. Der Roadtrip bestätigte, wie schön es die letzten Ausflugstage geklappt hatte.

Wir verließen das KEX Hostel in Reykjavík mit dem Plan uns für mehrere Tage in Richtung Süden aufzumachen. Eva hat das erste Ziel herausgepickt. Und so verlaßen wir bald hinter Árborg die Route 1 auf die Straße 30 und weiter nördlich auf die 32. Wir folgen der Straße durch ein breites aufgeschüttetes Delta. Am Rande des Deltas sehen wir die satten Wiesen mit Kühen auf denen die "Landmannar" ihr Überleben und ihre Einkünfte sichern. Am Rande des þjórsárdalvegur - dem Weg durch das Tal von Islands längstem Fluß dem Þjórsá halten wir und klettern auf einen Felsen, der schwindelerregend über das Delta ragt und die Route 32 klitzeklein unter uns wirken lässt. Was für ein Blick! Wir fühlen, dass hier gewaltige Dinge geschehen. Die Natur hat hier klar die Oberhand und dem Menschen ist es nur möglich sich an die Gegebenheite anzupassen und sich seine Nische zu suchen.

Wir fahren weiter flußaufwärts und die Landschaft wird zunehmend karger und die reichhaltige Vegetation verebbt. Es verschwinden schließlich auch die letzten Mosse und Gräser an denen die Schafe knabbern könnten. Auf einmal sind wir Aliens. Aliens auf dem Planeten Erde, der so extraterrestrisch aussieht, wie noch nie erlebt. Eine Vulkanwüste mit schwarzen Sanden, keine Vegetation und vom pfeifenden Wind gekräuselten grauen Seen. Wir sind hier nicht willkommen oder gar in der Lage zu überleben. Wer sind wir überhaupt?

Und wie soll sich an diese Landschaft des Nichts bitte das versprochene Paradies Landmannalaugar anschließen? Wir folgen der Straße Nummer F26 soweit wir kommen. Genauergesagt kommen wir bis zu einem Wasserkraftwerk. Die Isländer gewinnen alle Energie für die Bevölkerung nachhaltig. Nur die riesigen Stromleitungen und -masten zeugen davon, dass wir nicht die ersten Menschen sind, die dieses Fleck Land betreten. Am Ende der Straße spannt sich eine Brücke über die Wasserkraftanlage und eine grobe Schotterpiste beginnt. In das Paradies Landmannalaugar sind es nur noch wenige Kilometer, doch da wir nicht mit einem 4x4 Geländewagen reisen, kapitulieren wir und fahren zurück Richtung Süden. Wir tuckern auf der anderen Flußseite auf der Route 26 bei Sonnenschein zurück in die fruchtbaren besiedelten Gebiete. Links von uns wabern die Wolken über den Gletschern von Hekla und Eyafjallajökull.


Als wir wieder an den saftigen Wiesen mit Ponys ankommen fühlen wir uns, als verließen wir unser kleines weißes Ufo an einer Tankstelle und treffen das erste Mal nach langem Schweigen in einer anderen Dimension wieder auf Menschen. Zur feierlichen Erdlandung kaufen wir uns an dr Tankstelle ein Eis und setzen unsere Reise in Richtung Vík fort... 

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1 comment:

  1. Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt mal nach Island zu Reisen. Dein Posting und insbesondere deine Fotos haben mich überzeugt, dass ich Island unbedingt auf meine Reiseliste setzen werde!

    Lieben Gruß
    Flo von mitternachtsreisen

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